Eigentlich sind es nur dünne Hornfäden, jeweils 0,1 Millimeter dick, die im Schneckentempo von einem Zentimeter pro Monat aus der Kopfhaut sprießen. Rund 100.000 davon trägt der Mensch auf dem Haupt, Blonde haben die meisten.
Kaum ein anderer Körperteil entscheidet so sehr über unser Aussehen wie das Haar, kaum einem anderen schenken wir so viel Aufmerksamkeit. Ob kraus, glatt, fein oder fest bestimmen zwar unsere Gene. Ob sie aber gesund und prächtig unseren Kopf schmücken, können wir durch Pflege und ein paar Tricks auch selbst beeinflussen.
Warum bekommt der Mensch überhaupt graue Haare?
Ärger spielt beim Farbwechsel die geringste Rolle. Das Haar ergraut, weil die farbbildenden Zellen in der Haarwurzel mit fortschreitendem Alter das Pigment Melanin nicht mehr herstellen. Statt des Farbstoffs werden nach und nach Luftbläschen ins Haar eingelagert, es verliert seine Farbe.
Genau genommen ist deshalb Grau nicht ganz richtig: Da der Prozess über Jahre geht und pigmenthaltiges neben pigmentlosem Haar steht, entsteht zwar zunächst der silbrig graue, manchmal auch leicht vergilbte Eindruck. In Wahrheit wird es aber weiß. Beim einen geschieht das bereits ab 30, beim anderen erst im hohen Alter. Alles erblich bedingt!
Elke Schurr / Senioren Ratgeber; 01.12.2008, aktualisiert am 12.01.2012
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